DEUTSCHER BRACKENVEREIN E.V.


/ Deutscher Brackenverein e.V. | Regionalgruppe-Süd

Regionalgruppe Süd allgemein

Werdenfelser Schweißprüfung 2021

Am Samstag den 19.06.2021 starteten mein Vater Robert Oster und ich, zusammen mit unserem Brandl-Rüden Max (Doni von der Haidloh) in den frühen Morgenstunden von Franken in Richtung Süden. Unser Ziel war Wanderparkplatz Obernach, dem Treffpunkt für die Werdenfelser Schweißprüfung. Dort sollten Hund und Führer an diesem Tag ihr Können unter Beweis stellen. Wie schon bei allen Übungsfährten, durfte ich die beiden begleiten und nebenbei den Rucksack mit Wasser tragen. Denn wie auch schon die Tage zuvor, waren hochsommerliche Temperaturen vorhergesagt.

Kurz nach unserer Ankunft trafen auch schon die restlichen Teilnehmer ein, sodass Clemens Stampfer, der die Prüfungsleitung innehatte, und die Prüfer Robert Krebs und Pauli Reindl die vier Gespanne begrüßen konnten. Für das Auslosen der Fährten hatte sich Clemens Stampfer etwas Besonderes ausgedacht – um vier Haselnussstecken, die die Teilnehmer behalten durften, waren verdeckt Papierstreifen mit den jeweiligen Fährtennummern angebracht. Mein Vater übergab das „Stecken ziehen“ an mich und ich zog, zur Zufriedenheit des Hundeführers, den Stecken, der der ersten Fährte zugeordnet war. So starteten wir als erstes in Richtung Anschuss. Mein Vater wurde von Clemens Stampfer eingewiesen und schon begann die Fährtenarbeit. Etliche Übungsfährten hatte ich im Vorfeld gelegt und den beiden beim Arbeiten zugesehen und beobachten können, wie die beiden immer besser zusammenarbeiteten. Deshalb war ich sehr gespannt darauf, wie sich das Gespann jetzt in diesem anspruchsvollen Gelände, bei Trockenheit und obendrein bei Verleitungen von Wildarten, die es im heimischen Revier nicht gibt. Schon kurz nach dem Befehl „Such Verwund“ konnte Max den Anschuss verweisen. Den Abgang zu finden erforderte dann ein wenig Zeit, waren doch so viele neue interessante Eindrücke hier, die Max zunächst einmal sortieren musste. Doch dann ging er zielstrebig im Wald den Berg nach oben, die Rute im „Fährtentakt“ schwingend bis zum ersten Haken. Dort schoss Max kurz über die Fährte hinaus, ging zurück und bog nach rechts ab. Schon kurz darauf hörte ich meinen Vater ein Wundbett ansagen. Hund und Führer hatten einen guten Tag, das konnte ich sehen. Die schwierigen Bedingungen schienen Max nicht zu stören und auch Verleitungen schenkte er kaum und wenn dann nur kurz Interesse. Die Fährte ging durch wunderschönes alpines Gelände bis hin zu einem Forstweg, über den die Fährte ging. Max brauchte danach länger, um sich wieder einzusuchen. Mein Vater entschloss sich für eine kleine Ruhepause, in der der Hund mit Wasser versorgt wurde. Mit befeuchteten Lefzen suchte es sich dann auch wieder viel besser und so konnte der mittlerweile dritte Haken abgehakt werden. Kurze Zeit später bemerkte ich, da ich als Schlusslicht im Abstand hinter Gespann und Prüfer herging, wie Clemens Stampfer zwei kleine Fichtenbrüche brach. Es kann nicht mehr weit sein, weshalb auch ich schon einmal die im Rucksack verstaute Belohnung für den Hund herauskramte. Das nahe Ende zeigte auch Max an, der zügig nach unten zog. Und schon hörte ich die lobenden Worte meines Vaters „Fein gefunden. Prima!“. Wir waren am Stück angekommen und die Freude war uns allen ins Gesicht geschrieben.

Während im Anschluss die anderen Gespanne ihre Fährten arbeiteten, warteten wir bei schönstem Sommerwetter im Schatten der Untere Simetsberghütte. Nach einiger Zeit gesellte sich auch Martin Linz mit seinem Brandl-Rüden Birko von den Pegnitzauen zu uns, die ebenfalls erfolgreich zum Stück gekommen waren. Und so konnten wir bis zum Eintreffen der Prüfer, zufrieden über die gute Leistung der Hunde, die mitgebrachten Brotzeiten in schönster Bergkulisse genießen und die gut organisierte Prüfung Revue passieren lassen.


Diana Oster


GP-Übungstag des DBV am 13.06.2021 am Walchensee

Am Sonntag, 13.06.2021 hieß es früh aufzustehen, um pünktlich um 08:30 Uhr an der Altlachhütte am Südufer des Walchensees parat zu stehen. Schließlich hatten Mischa Harsch und Robert Krebs zu einem GP-Seminar geladen.

Hatte COVID 19 einen Strich durch alle Seminarplanungen für 2020 gemacht, sollte es im Frühjahr 2021 bei einer deutlich sinkenden Anzahl von Infizierten und einer steigenden Zahl von Geimpften möglich sein, endlich mal wieder ein Seminar und damit ein Treffen von Gleichgesinnten durchzuführen. Und in der Tat, der Bedarf scheint enorm, kamen doch 12 Gespanne zum vereinbarten Treffpunkt an die Altlachhütte.

Selbstverständlich stand aber die Sicherheit im Sinne von Infektionsschutz, trotz guter Vorzeichen, noch im Fokus und so wurde schon mit der Einladung das für diese Veranstaltung erarbeitete Schutzkonzept verteilt. Dem ist dann leider auch das gemeinsame Grillen und Zusammensitzen im Anschluß des Übungsdurchlaufs zum Opfer gefallen. Schade, alle Beteiligten hätten es sich anders gewünscht, aber die Sicherheit geht vor und die behördlichen Vorgaben ließen auch keine andere Wahl.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Robert Krebs, Mischa Harsch musste sich leider kurzfristig entschuldigen, und der Vorstellung des Programms für den Tag, ging es dann auch schon los.

Die GP ist in zwei Module aufgeteilt und entsprechend war der Tag verplant. Das eine Modul ist die Schweißarbeit, welches sicherlich der Mehrheit von uns Brackenführern das größere Kopfzerbrechen bereitet. Folgerichtig galt diesem Modul auch der ganze Vormittag. Durch Julian Sauter wurde die Prüfungsordnung für die SP vorgestellt. Neben der Prüfungsfährte lt. GP mit 600 m (§ 22 der Prüfungsordnung) kann ersatzweise eine SP (§ 25 der Prüfungsordnung), Verbandsschweißprüfung (VSwP) oder eine Verbandsfährtenschuhprüfung (VFSP) absolviert werden. Letztere – so der verschmitzte Hinweis von Julian auf eine bisschen Prüfungstaktik – bringen durch den höheren Gewichtungsfaktor bei der Gesamtnote mehr Punkte. Also sollte auch unser Übungstag der Einführung in Verbandsfährtenschuhprüfung gelten, die mit mind. 1.000 m Länge auch schon eine größere Herausforderung an das Gespann darstellt. Nach der kurzen Einweisung wurden wir Teilnehmer/innen in Kleingruppen mit max. drei Gespannen eingeteilt und dann ging es hinaus ins Revier.

Robert Krebs und seine Mitstreiter hatten sich bereits am Tag vor unserem Treffen jede Menge Arbeit gemacht und für jedes Gespann eine eigene Übungsfährte getreten – so wie es die Prüfungsordnung vorsieht – nur kürzer. Ebenso wurde wie an der Altlachhütte ein Karree von annähernd 30 x 30 m ausgewiesen, in dem das Gespann durch eine Vorsuche den Anschuß finden musste.

In unserer Gruppe waren wir mit zwei Steierischen und unserer Brandl unterwegs.

Es standen uns die besagten drei Übungsfährten zur Verfügung und ohne Zweifel war für jeden die richtige Aufgabenstellung dabei. Die erste Fährte war aufgrund des Bodenbewuchses und der Lage für den Hund sicherlich am leichtesten zu arbeiten, war dafür aber auch am längsten. Da hieß es für Hund und Hundeführer die Konzentrationsspanne entsprechend lange aufrecht zu halten.

Die zweite Fährte war kürzer aber von der Bodenstruktur für den Hund anspruchsvoller. Während der Fährtenarbeit wurden die einzelnen Besonderheiten und Beobachtungen – hat der Hund ein angelegtes Wundbett verwiesen, wie weit darf man von der gerechten Fährte abseits laufen, ohne einen Verweis der Richter zu bekommen, was unterscheidet den Bodenbewuchs von Fährte Nr. 1 zu Fährte Nr. 2 und warum ist es für den Hund schwerer/leichter – von besprochen. Es gab jede Menge Tipps, nicht nur für die Prüfung, sondern auch für die spätere Nachsuchenarbeit.

Die Fährte Nr. 3 hatte es dann in sich, führte sie doch in unmittelbarer Nähe an einer Winterfütterung für das Rotwild vorbei. Entsprechend verlaufen war das gesamte Umfeld, so dass es hier unzählige Verführungen für eine eingejagte Hündin in Form von Verleitfährten gab. Tja, und wie so oft, wurde der Fehler bei der Nachsuchenarbeit nicht vom Hund, sondern vom Menschen am hinteren Ende der Leine gemacht. Konnte ich mir doch partout nicht vorstellen, dass Julian am Tag zuvor mit dem Fährtenschuh über einen meterbreiten Rotwildwechsel gearbeitet hat. Nun denn, hatte er doch, mein Hund war drauf und ich habe ihm nicht geglaubt.

Nach der Fährtenarbeit am Vormittag trafen wir uns wieder an der Altlachhütte . Hier gab es erneut eine theoretische Einweisung in die weiteren Prüfungsfächer der GP. Und diese galt es nun -soweit möglich- im praktischen Teil näher kennen zu lernen. Auf die „Laute Jagd“ (§ 21 der Prüfungsordnung) musste natürlich zu dieser Jahreszeit verzichtet werden.

Im Anschluß fuhren alle Seminarteilnehmer/innen in einen abseits gelegenen Revierteil. Somit konnten auch Störungen der schon zahlreich eingetroffenen Besucher des Walchensee durch Flintenschüsse vermieden werden. Sodann haben wir die Prüfungspunkte zur Revierführigkeit (§ 23 der Prüfungsordnung), bestehend aus dem „Allgemeinen Gehorsam“, „Leinenführigkeit“, „Folgen frei bei Fuß“, „Ablegen“, „Standruhe“, „Schußfestigkeit“ und „Verhalten am Stück“ praktisch durchgespielt.

Am frühen Nachmittag kamen wir dann noch einmal zu einer Abschlußbesprechung und zur Verabschiedung zusammen.

Obwohl ich bereits mehr als ein entsprechendes Seminar besucht habe, nicht vor meiner ersten SP oder GP stehe und auch im praktischen Alltag mit unserer älteren Hündin schon so manche schwere Nachsuche erfolgreich abschließen konnte, war der vergangene Sonntag für mich ein Gewinn. Für uns (meine Frau und unsere jüngere Hündin) hat sich der weite Weg an den Walchensee auf jeden Fall gelohnt und wir haben wieder etwas dazu gelernt. Eine solche Veranstaltung vorzubereiten und durchzuführen, bedeutet für die Organisatoren einen erheblichen Arbeitsaufwand, insbesondere auch hinter den Kulissen. Darum dürfen wir uns an dieser Stelle herzlich bei Robert Krebs und seinen Mitstreitern herzlich für Ihr Engagement bedanken.


Herbert und Lisa Hanning mit Eleonara vom Sauerländerhof.


SP1 Walchensee/Krün vom 10.10.2020

Haben Sie gut geschlafen? Diese Frage höre ich jetzt den zweiten Samstag in Folge und frage mich ob man das so in der Richterfortbildung lernt. Letzte Woche, am 3.10.20 war es der Prüfungsleiter Bernd Zipse bei der AP in Pohlheim und diese Woche ist es Robert Krebs der mir diese Frage am Morgen des 10.10.20 unmittelbar vor Beginn der SP 1 auf dem Parkplatz bei der Altlachhütte stellt.

Das hätte ich nicht gemacht werden sie vielleicht denken, eine AP und dann die SP1 im Abstand einer Woche zu melden. Ich auch nicht aber Corona betrifft auch die Prüfungsplanung für unsere Aurin vom Goldsteintal.

Die Antwort ist übrigens „nein“, ich habe jeweils nicht gut geschlafen. Mir gehen die Prüfungen bedeutend näher als meinem Hund.

Immerhin war die AP erfolgreich geführt oder besser gesagt Aurin die Steirische hat einfach zeigen können was in ihr steckt nachdem ihr erster Versuch vor einem Jahr nicht so gut war und sie zwar Schussfestigkeit und Laut testiert bekam aber am Hasen nicht lange genug gearbeitet hatte.

Es war einer dieser sehr heißen Tage mit langer vorhergehender Trockenheit gewesen und die Staubfahne der abgehenden Hasen hing länger in der Luft als die eigentliche Witterung.

Doch zurück zur Altlachhütte und die wunderbare Landschaft am Walchensee. Tatsächlich war es von Anfang an mein Wunsch die SP1 hier zu führen auch weil mir diese Region schon vor meiner ersten Steirischen als ein wunderschöner Flecken Erde bekannt war.
Dafür hatte ich frühzeitig angefangen Rotwildschalen und Schweiß zu sammeln was nur gelingen konnte da ich immer wieder durch einen guten Freund mit ins Rotwildrevier konnte und alle die dort jagen um meinen Bedarf an Ausbildungsmaterial wussten.

Tatsächlich konnte Aurin dort auch eine erste erfolgreiche Totsuche über 180 Meter auf einen Spießer durchführen sowie bei 4 Kontrollsuchen anlässlich einer Drückjagd zeigen das sie präzise arbeiten kann.

Delinquent oder Richter, das war die andere Frage die ich an diesem Morgen gehört habe. Sie wurde mir von einem Führer gestellt der bei unserer ersten AP noch einer unserer Richter war jetzt aber mit seiner Brandel Bracken Hündin auch die SP1 vor sich hatte.

Weder bin ich Richter noch ein Delinquent, denn sich einer Prüfung zu stellen ist kein Fehltritt was die wörtliche Bedeutung von  Delinquent ist sondern vielmehr Folge meiner Entscheidung die Vorbereitungsarbeit die Aurin und ich geleistet haben sachkundigen und kritischen Augen zu präsentieren und hoffentlich den Anforderungen zu genügen.

Während ich also nervös war wirkten andere Führer, zumindest äußerlich, beeindruckend ruhig und gelassen.

Pünktlich um 8.30 erfolgte die Begrüßung durch den Prüfungsleiter und Richterobmann Andreas Meyer, der uns die Richter vorstellte, den Prüfungsablauf genauestens erläuterte und alle Punkte der Prüfungsordnung ins Gedächtnis rief. Überprüfung der Ahnentafeln, des Lautnachweises, der Jagdscheine und die Chipkontrolle wurden zügig abgewickelt.

Tatsächlich war die Prüfungsordnung meine Gute Nacht Lektüre des Vorabends gewesen und hatte nicht dazu beigetragen das ich besser schlafen konnte.
Mindestens 1000 Meter, 3 x Haken mit 90 Grad, zwei Wundbetten, 6 Verweiserpunkte und zusätzlich noch den Anschuss finden.
•    Allein schon die Tatsache das ich auf der Fährte fast nicht mit dem Hund spreche machte mir in dem Zusammenhang Sorgen da ich ja eventuelle Funde melden sollte, was wiederum eine Störung unseres normalen Ablaufes wäre und Aurin vielleicht ablenken könnte.

Die Auslosung der Fährten erfolgte stilecht aus dem Hut und es war auch klar ersichtlich das die Reservefährte mit im Hut war weil ein Los am Schluss übrig blieb. Ich weiß das weil ich als vorletzter gezogen habe.

Gruppe 1 Fährte 1

Nimm es als ein gutes Zeichen war meine Devise, noch hält das Wetter aber wer weiß wie lange noch. Tatsächlich war mit diesem Los auch der letzte Aufschub verraucht, wir würden als erste drankommen.

Unsere Gruppe bestehend aus den 3 Gespannen mit Begleitung durch unsere Partnerinnen (wir brauchten wohl alle die Unterstützung und außerdem wurde ja ein „Familienmitglied“ geprüft) und dem dreiköpfigen Richterteam machte sich auf den Weg in das Wildschutzgebiet Simetsberg. Verleitungen waren in diesem sehr wildreichen Gebiet garantiert.

Es ging hoch auf gut 1000 Meter über Seehöhe und einige Frotzeleien bezüglich fehlender Bergstöcke und der dadurch mangelhaften Berggängigkeit der Gespanne sollten die Hundeführer wohl etwas auflockern.

Das habe ich nur noch am Rand mitbekommen. Für mich war es als ob sich der Horizont ganz stark einengt und als wir an der ausgebändelten Anschusszone ankommen habe ich mich nur noch auf die vor mir liegende Teamarbeit mit meiner Aurin konzentriert. Ich musste sehr gut zuhören als mir der Richterobmann erklärte von wo aus der Schuss abgegeben wurde und wie die ungefähre Fluchtrichtung war. Da wir mit zunehmendem Nackenwind an die Stelle gekommen sind erkläre ich dem Richter das ich den gebändelten Bereich umschlagen möchte um Aurin gegen den Wind nach dem Anschuss suchen zu lassen.

Aurin ist hochmotiviert, zum einen war der Tag vor der Prüfung für Sie eher langweilig und zum anderen hat sie an den Tagen davor ihr Futter ausschließlich am Ende der Übungsfährte erhalten. Am Vortag hat Sie bereits am frühen Vormittag ihr Futter erhalten, sie ist also hungrig und da versteht sie keinen Spaß. 

Es dauert keine 2 Minuten da hat sie den Anschuss der durch einen größeren Röhrenknochensplitter gekennzeichnet ist gefunden. Sollte da Schweiß gewesen sein habe ich den nicht mehr gesehen. Aurin saugt sich auf die Fährte fest und beginnt zielstrebig den Berg hinauf mit tiefer Nase und moderater Rutenbewegung bei eher langsamem Tempo zu arbeiten. Die Richtung stimmt mit dem überein was bei der Besprechung gesagt wurde und es fällt mir leicht meinem Hund zu vertrauen. Sehr schnell habe ich nur noch die letzten blauen zwei Meter meines im übrigen orangen Schweißriemens in der Hand und fühle das altbekannte Phänomen das man mit der Hand am Schweißriemen durch einen Tunnel geht. Immer wieder hält Aurin inne und mitunter habe ich den Eindruck das sie etwas aufnimmt. Es gelingt mir nicht irgendwelche dieser Teile zu sehen oder an diesen Stellen Schweiß zu finden.

Irgendwann hat die steile Bergauffahrt ein jähes Ende und ein erster scharfer Haken nach links erfolgt. Sie geht absolut zielstrebig durch diese Kursänderung und so bin ich hier auch noch sicher. Danach geht es wieder abwärts mit zahlreichen Bögen und Schlängeleien weiter. Aurin wirkt sehr sicher aber ich habe meine Probleme wenn sie ihren Kopf hochnimmt. Zwei- dreimal ein leises „aber“ gefolgt von einem „zur Fährte“ werden mit neuer Konzentration quittiert. Einmal gibt es ein Abbiegen nach links hangabwärts und die Rutenarbeit wird sehr viel schneller, der Kopf geht noch tiefer und ich gehe rasch nach vorne. Aurin hat frische Rotwildlosung, noch glänzend, gefunden und nimmt etwas davon auf. Es dauert aber nur wenige Sekunden bis sie nach kurzer Aufforderung wieder aufsteigt und die zuvor eingeschlagene Richtung weiterarbeitet. So richtig sicher bin ich mir nicht.

Verschiedentliche Kontrollblicke auf die Richter ergeben jederzeit das gleiche Bild: ca. 8 Meter hinter mir das strenge Triumvirat mit ausdrucksloser Mine jeder meiner Bewegungen unmittelbar folgend – da gibt es keine Hinweise.

Gefühlt sind wir schon sehr lange unterwegs doch ist das Zeitgefühl mit Schweißriemen in der Hand ähnlich wie der Gesichtssinn nicht so wie unter alltäglichen Umständen. Die Erlösung folgt als Aurin mir Schweiß an einem hellen Felsstück verweist. Das ist fraglos ein echtes Pirschzeichen im Zusammenhang mit dieser Prüfungsfährte und mehr wert als gelegentlich Schalenabdrücke die leider in alle möglichen Richtungen führen. Ein kurzes Aufatmen aber dann sind wir wieder in unbekanntem Gelände. Lockerer Berghochwald mit reichlich Felsgrund und dazwischen altes Gras. Gelegentlich bögelt sie eine halbe Riemenlänge nach links oder rechts, kommt aber jeweils selbstständig zurück. Zwar deuten sich im Gras Spuren an, unglücklicherweise stammen die wohl zum größten Teil von ziehendem Wild und nicht vom Fährtenleger.
Dann der zweite scharfe Haken, diesmal nach rechts und es geht wieder bergauf. Ganz kurz sehe ich hier den Abdruck des Fährtenschuhes im weichen Grund zwischen den Felsen – erneutes Aufatmen, wir sind drauf. Aurin wird jetzt schneller und es wird anspruchsvoller mit ihr Schritt zu halten. Was die Richter machen weiß ich nicht mehr. Um nach hinten zu schauen fehlt mir die Zeit, muss zusehen das ich Aurin hinterherkomme und nicht hinfalle. Dann ein dritter Haken nach links und es geht zunächst sehr steil abwärts dann aber in einem leichten Bogen eher hangparallel weiter. Offensichtlich ist das auch ein eifrig genutzter Wechsel und meine aufkommende Unsicherheit verschwindet erst als sie mir wieder Schweiß an einem hellen Felsstück verweist.
3 Haken geschafft, eine gefühlte Ewigkeit unterwegs, jetzt müssen wir doch ans Stück kommen. Zielstrebig arbeitet Aurin weiter und läuft mit Nackenwind an dem Rotwildhaupt das ich selber auch erst wenige Meter vorher sehe vorbei. Immer noch auf der Fährte des Fährtenlegers. Etwa einen Meter hinter dem Haupt bekommt sie Wind, dreht um und nimmt ihre Beute in Besitz.

Sie hat Hunger. Das Haupt bekomme ich erst im Tausch gegen ein sehr verlockendes Futter mit einer extra Portion Hüttenkäse und Wildwurst. Während sie ihren Hunger stillt kann ich mich beginnen zu freuen. Wir haben es tatsächlich geschafft, Aurin hat mich souverän ans Stück gebracht. Jetzt überprüfe ich meine Uhr, tatsächlich stelle ich erst jetzt, nach dem Füttern die Stoppuhr ab – da zeigt sie 34 Minuten, 1,16 Kilometer und 87 Höhenmeter.

Diese Zeit haben wir in einer Welt mit anderem Zeitverlauf verbracht. Sieben Hundejahre sind ein Menschenjahr, liest man. Am Schweißriemen ist es wohl eher umgekehrt da sind eine Hundeminute sieben Menschenminuten. Wenn mir jemand sagen würde (und ich keine Uhr hätte) ihr habt dreieinhalb Stunden die Fährte gearbeitet würde sich das nicht falsch anfühlen.
So langsam kann ich mich auch wieder auf die Umgebung einstellen. Die Richter strahlen genauso wie ich es tue. Die freuen sich wirklich und es ist ein großartiges Erlebnis wenn man eine so spezielle Erfahrung mit Gleichgesinnten teilen kann.

Mittlerweile sind wir wieder zuhause und mit etwas Abstand tauchen mehr und mehr Details aus dem Gedächtnis auf und machen diese Erinnerung zu etwas sehr besonderem.

Die vielen Übungsfährten, vor allem die verpatzten Übungsfährten, der Zeitdruck noch irgendwie Fährten zu legen, passendes Material zu haben, den Hund nicht auf Rehanschüsse anzusetzen nebenher noch an Hasen üben und einen gewissen Gehorsam zu vermitteln, all das schmilzt dahin wenn diese Prüfung bestanden ist.
Es ist eben nicht nur ein Haken hinter einer Aufgabe einer Prüfungsordnung sondern das „geprüfte“ Zwischenziel einer sehr komplexen Übung im Zusammenraufen zwischen Hund und Mensch. Tatsächlich beginnt jetzt die wirkliche Arbeit um diese Leistung auch in der Praxis in die waidgerechte Jagd einzubringen.

Meinem ganz persönlicher Traum, einmal in meinem Leben einen Wurf mit einem von mir abgeführten Hund zu machen bin ich jetzt, zumindest formal innerhalb des DBV, einen großen Schritt näher gekommen. Mit 4er Bank bei der AP und SP1 ist Aurin von den Leistungen her zuchttauglich. Jetzt wird gejagt, die Termine stehen. Wenn alles gut läuft wird sie Ende Dezember 2021 in die zuchtrelevante Hitze kommen.

Aurin vom Goldsteintal und
Dr. Hans-Benno Nothelfer
 









 

Region Süd- Werdenfelser Schweißprüfung in Zeiten von Corona


Nach der Corona bedingten Absage des kompletten Prüfungsprogramms im Frühjahr 2020 war es jetzt im Juli endlich wieder möglich Hundeprüfungen abzuhalten. Voraussetzung hierfür war u.a. ein Sicherheits-/bzw. Hygienekonzept, welches im Vorfeld allen Teilnehmern zusammen mit der Einladung bekannt gemacht wurde:

Die Wahrung eines 1,5m Abstandes zwischen den anwesenden Personen war ein zentraler Punkt und konnte während des gesamten Prüfungsverlaufs sichergestellt werden. Im Bereich der unteren Simetsberghütte, welche als zentraler Treffpunkt genutzt wurde, war ausreichend Platz um die Mindestabstände zu wahren; Fahrgemeinschaften waren untersagt. Aus Hygienegründen war jeder für seine Verpflegung selbst verantwortlich; Schutzmasken, Wasser/Seife/Desinfektionsmittel waren ebenso von den Teilnehmern mitzubringen. Lediglich für Richter bestand an der Hütte eine Wasch- und Desinfektionsmöglichkeit. In der Hütte selbst musste Mundschutz getragen werden. Auf Grund des sonnigen Wetters hielten sich aber sowieso alle Teilnehmer im Freien auf.

Am Sonntag den 05.07.2020 trafen sich bei herrlichstem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen insgesamt 6 Prüfungsgespanne und 6 Richter unter der Prüfungsleitung unseres Geschäftsführers Ralf Schröder an der unteren Simetsberghütte im Raum Walchensee für die dort seit vielen Jahren etablierte SP1-FS. Die weitläufigen Waldflächen im Werdenfelser Land, welche vom Forstbetrieb Bad Tölz der Bayerischen Staatsforsten bewirtschaftet werden sind geradezu prädestiniert für anspruchsvolle Schweißprüfungen. Gemeldet waren 4 Brandl und 2 Steirische Bracken; allesamt Hündinnen. Ein Großteil der Richter war bereits am Tag zuvor angereist, um die 6 Prüfungsfährten (plus 1 Ersatzfährte) zu treten. Der stellvertretende Forstbetriebsleiter des Forstbetriebes Bad Tölz und gleichzeitig auch Richter Robert Krebs, sowie DBV Geschäftsführer und Prüfungsleiter Ralf Schröder hießen alle Teilnehmer herzlich willkommen. Bevor die Fährten ausgelost wurden, gab es noch eine kleine Besonderheit. Der langjährige Richter und ehemalige Berufsjäger am Forstbetrieb Bad Tölz Pauli Reindl wurde nachträglich zu seinem 20ten Geburtstag beglückwünscht. Wer kann schon bereits mit 20 Jahren von sich behaupten, dass er Pensionär wäre? Da er am 29ten Februar geboren wurde und Schaltjahre bekanntlich nur alle 4 Jahre auftreten, kann sich jeder Leser sein wahres Alter selbst ausrechnen. Nichtsdestotrotz ist er auch in diesem stolzen Alter noch regelmäßig in den Bergen unterwegs und lief sowohl beim Fährtentreten als auch an der Prüfung selbst alle Fährten in seiner Richtergruppe mit. Nachdem die Reihenfolge der Prüfungsgespanne feststand, rückte eine Gruppe mit Richterobmann Clemens Stampfer in einen anderen Revierteil ab. 3 Gespanne blieben mit Prüfungsleiter und Richterobmann der Gruppe 1 Ralf Schröder an der Simetsberghütte. Die Fährten waren im Umfeld der Hütte gelegt worden. Das teilweise alpine Gelände und die zahlreichen Verleitungen von Rot-/Gams-/Reh- und Auerwild verlangten den Hunden und auch ihren Führern an diesem Tag einiges ab. Der ein oder andere Hund hatte auch während der Fährtenarbeit unmittelbaren Wildkontakt und wurde kurz laut am Riemen. Im Bereich einer Fährte hatte sogar auf über 1000m in den letzten Tagen Schwarzwild gebrochen. Die steigenden Temperaturen im Laufe des Vormittags erschwerte den folgenden Prüfungsgespannen die Arbeit zusätzlich. Spätestens ab der Mittagszeit kamen dann auch die Richter bei blauem Himmel und hochsommerlichen Temperaturen ins Schwitzen. Nichtsdestotrotz meisterten 2 Gespanne (1x Brandl, 1x Steirer) die Schweißfährte in einem sehr guten I. Preis und einer Zeit von deutlich unter einer Stunde. Ein weiteres Gespann kam in den II. Preis und ein viertes Gespann konnte die anspruchsvolle Prüfung in einem III. Preis bestehen. 2 der 6 angetretenen Hunde hatten zusammen mit ihren Führern an diesem Tag nicht ganz so viel Erfolg und kamen leider nicht zum Stück. Sie sie sind aber ebenso um einige Erfahrungen reicher und versuchen sich an einer der nächsten Prüfungen erneut. Gegen 14Uhr versammelten sich alle Teilnehmer wieder an der unteren Simetsberghütte. Während die Hundeführer samt Anhang ihre Erlebnisse und Eindrücke austauschen konnten – selbstverständlich unter Wahrung der Abstandsregeln- wurden von den Richtern die Ahnentafeln und Prüfungszeugnisse ausgefüllt und unterschrieben. Im Anschluss fand die Preisvergabe statt und am frühen Nachmittag traten alle Teilnehmer die, auch teils weite, Heimreise an. Vielen Dank an Robert Krebs als Hauptorganisator vor Ort, den Forstbetrieb Bad Tölz für die Bereitstellung der Flächen, Ralf Schröder als Prüfungsleiter und auch an alle weiteren Richter und Helfer. Für alle Gespanne herrschte eine sehr harmonische und angenehme Prüfungsatmosphäre. Trotz Corona- Beschränkungen war die Werdenfelser Schweißprüfung 2020 wieder ein Highlight im Prüfungsjahr der Regionalgruppe Süd und rundum sehr gut organisiert.

Brackenheil

S. Bäumler

Region Süd- 2te Veldensteiner Schweißprüfung

Am 19.07.2020 fand im Veldensteiner Forst, einem gut 6000ha großen, nadelholzdominierten Waldgebiet in Oberfranken östlich der A9 zwischen Nürnberg und Bayreuth zum wiederholten Male eine SP1-FS statt. In unmittelbarer Nähe befindet sich angrenzend der Truppenübungsplatz Grafenwöhr, welcher für seinen sehr guten Rotwildbestand weit über die bayrischen Grenzen hinaus vielen ein Begriff sein dürfte. Neben zahlreichen Verleitungen an Rot-/Reh- und Schwarzwild ist das Besondere an diesem Waldgebiet, dass es eines der wenigen in Bayern ist, in dem mittlerweile seit 3 Jahren ein standorttreues Wolfsrudel regelmäßig seine Fährten zieht. Für die Prüfung wurden spezielle Bereiche ausgewählt, in denen die Tiere die letzten Wochen tendenziell wenig Aktivität gezeigt hatten. Trotzdem war es für den ein oder anderen Hund Neuland, jedoch werden wir an dieser Entwicklung nicht vorbeikommen. Weite Teile Nord- und Ostdeutschlands sind bereits Wolfsgebiet und auch in Bayern wird die Ausbreitung weiter voranschreiten. Mittlerweile gibt es auch hier kaum ein Gebiet, in dem man nicht zu jeder Zeit mit dem Auftauchen der ``grauen Mitjäger`` rechnen muss.

Alle Teilnehmer trafen sich am Morgen gegen 8.30Uhr am Forsthaus Hufeisen, welches zugleich Reviersitz der drei Veldensteiner Forst Reviere ist. Betreut wird das gesamte Waldgebiet durch den Forstbetrieb Pegnitz der Bayerischen Staatsforsten. Direkt gegenüber des Forsthauses befindet sich das öffentlich zugängliche Wildgehege Veldensteiner Forst, welches gerade für Familien immer einen Besuch lohnt. Auch für diese zweite Prüfung in der Regionalgruppe Süd wurde im Vorfeld ein Hygienekonzept ausgearbeitet. Der Mindestabstand konnte jederzeit von allen Teilnehmern gewahrt werden. Richterobmann Clemens Stampfer, Gastrichter Andreas Schmidt vom Klub Tiroler Bracke und ich selbst hatten bereits am Vortag alle Fährten prüfungskonform mit Rotwildschalen gelegt. Am Freitag vor der Prüfung ist leider noch ein Prüfungsgespann auf Grund gesundheitlicher Probleme des Hundes zurückgetreten, sodass am Prüfungstag nur 3 Gespanne (1x Brandl, 1x Steirische Bracke, 1x Tiroler Bracke) anwesend waren. Bei Kaiserwetter mit strahlendem Sonnenschein begrüßte zunächst Ann-Sophie Kraus mit dem Jagdhorn und anschließend Clemens Stampfer als Richterobmann alle Teilnehmer. Auch der örtlich zuständige Forstbetriebsleiter des Forstbetriebes Pegnitz Herr Frank Pirner bekundetet sein Interesse an unserer Hundearbeit. Nachdem Clemens Stampfer alle Teilnehmer über den weiteren Prüfungsverlauf aufgeklärt hatte, konnten auch schon die Fährten ausgelost werden und es wurde zügig zu einem zentralen Treffpunkt 3-4km weiter im Forst abgerückt. Dass bei der 1. Veldensteiner Schweißprüfung im Jahr 2019 keines der angetretenen 4 Gespanne erfolgreich zum Stück gefunden hatte, wurde aus taktischen Motivationsgründen selbstverständlich noch nicht verraten. Der erste Hund war eine 2jährige Brandlhündin. Nach sehr gutem Start wurde dem Gespann die teilweise sehr frische Rotwildverleitung im Einstandsbereich zum Verhängnis und es kam zum ersten Abruf. Ab dann mussten sich Hund und auch Führer sehr anstrengen nicht doch wieder den frischen Rotwildfährten zu erliegen. Schlussendlich ist das Gespann nach einigen weiteren, kleinen ``Wacklern`` zum Stück gekommen und hat mit einem guten III. Preis bestanden. Dies war somit das erste Gespann, welches die Veldensteiner SP gemeistert hat und auch gleichzeitig das beste Gespann an diesem Tag. Die beiden folgenden Prüfungsgespanne kamen zwar ebenso im III. Preis erfolgreich zum Stück, taten sich aber streckenweise noch einmal deutlich schwerer. Die doch zahlreichen frischen Rot-/und Rehwildverleitungen waren für die Hunde schwer zu ignorieren. Auf der letzten Fährte kam den Richtern sogar kurz ein Stück Rotwild in Anblick und auch der Hund konnte der frischen Witterung nicht widerstehen, was schlussendlich zu zwei Abrufen führte. Aber auch dieses dritte und letzte Gespann kämpfte sich noch bis ans Ende der Fährte. Suchenheil hatte auch unser Gastrichter Andreas Schmidt vom Klub Tiroler Bracke. Er fand während der zweiten Prüfungsfährte die Abwurfstange eines jüngeren Hirsches. Die wartenden und fertigen Gespanne wurden währenddessen am Treffpunkt von meiner Lebensgefährtin Ann-Sophie Kraus bestens mit Getränken und fertig abgepackten Wurstsemmeln (Corona-konform) versorgt. Zum Abschluss der Prüfung kehrten alle Teilnehmer in das Suchenlokal ``Russhütte``, am östlichen Rand des Veldensteiner Forstes gelegen, ein. Alle Teilnehmer waren vorangemeldet und auf der überdachten Terrasse der Waldgaststätte konnte weiterhin der Abstand eingehalten werden. Nach dem Schreiben der Prüfungszeugnisse konnte Obmann Clemens Stampfer gegen 14.30Uhr die 2te Veldensteiner Fährtenschuhprüfung erfolgreich beschließen und jedem der Hundeführer sein Prüfungszeugnis samt Ahnentafel überreichen. Weiterhin appellierte er nochmals an die Hundeführer nicht stehen zu bleiben, sondern mit ihren Hunden weiterzuarbeiten. Mit bestandener SP ist der Schritt zu einer GP auch nicht mehr allzu groß. Auch auf die HD-Untersuchung wurde nochmals verwiesen, welche für die Zucht nur eine Aussagekraft bekommt, wenn möglichst viele Hunde eines Wurfes bzw. Jahrgangs untersucht werden. Die Kosten trägt zum größten Teil der Deutsche Brackenverein. Nach dem etwas verspäteten aber dennoch hoch verdienten Mittagessen traten alle Teilnehmer mit zufriedenen Gesichtern und interessanten Eindrücken den Heimweg an. Auf eine Neues zur 3ten Veldensteiner SP im Jahr 2021.

Brackenheil

                                                                  Bericht S. Bäumler


Übungstag Gebrauchsprüfung/Schweißprüfung der Region Süd

Nachdem die aktuell in Bayern geltenden Regelungen Ausbildungskurse für Jagdgebrauchshunde wieder zulassen, konnten wir am Sonntag den 07.06.2020 am Walchensee unseren schon traditionellen Übungstag für die Gebrauchs- und Schweißprüfung unter Beachtung der geltenden Sicherheits- und Hygienevorschriften erfreulicherweise durchführen.

Bei den Vorbereitungen am Samstag herrschten optimale Witterungsbedingungen für die Anlage der zahlreichen Übungsfährten. Wir wollten allen Teilnehmern die Möglichkeit für eine (kurze) Fährtenarbeit unter Anleitung von erfahrenen Trainern bieten. Dank des sehr motivierten Teams von Mischa Harsch war dies bald erledigt und machte uns auch noch Spaß.

Mischa Harsch, der Regionalbeauftragte Süd, konnte am Sonntag früh 14 sehr motivierte Hundeführerinnen und Hundeführer aus Nah und Fern mit ihren Bracken begrüßen. Darunter waren einige Aspiranten für die im Sommer bzw. Herbst anstehenden Gebrauchsprüfungen und Schweißprüfungen.

Der Wetterbericht sagte für den Sonntag sehr regnerisches Wetter voraus, so dass wir in Kleingruppen aufgeteilt rasch in die Reviere aufbrachen, um die Übungsfährten zu arbeiten.

Man glaubt es nicht, aber das Wetter hielt und wir konnten die Übungsfährten zügig und weitgehend trocken durcharbeiten. Jeweils ein Gespann arbeitete eine Fährte. Die anderen zwei bis drei Hundeführer der Kleingruppe begleiteten und beobachteten das arbeitende Gespann im gebührenden Abstand. Dabei entsteht ein doppelter Lerneffekt für die Hundeführerinnen und Hundeführer.

Zwischendurch standen Mischa Harsch und sein Team immer wieder für Fragen der Teilnehmer zur Verfügung.

Bereits gegen Mittag konnten dann noch die Revierführigkeitsfächer der Gebrauchsprüfung geübt werden.

Erst gegen Ende dieses Übungsabschnitts setzte dann der vorausgesagte Regen ein.


Robert Krebs


GP im Veldensteiner Forst

Es versprach ein schöner Tag zu werden, als ich um 6:30h am Morgen des 14. Septembers 2019 aus Donauwörth aufbrach, um an der GP im Veldensteiner Forst als Richteranwärter teilzunehmen. Denn um Verbandsrichter des JGHV zu werden, muss ich sechs Prüfungen absolvieren. Clemens Stampfer und ich kannten uns von der AP im Frühjahr, und so ermöglichte er mir, an dieser Prüfung teilzunehmen, was ich dankbar annahm.

Um 8:45h traf man sich an der Forsthütte im Veldensteiner Forst bei Auerbach in der Oberpfalz, um von dort die Prüfung in Angriff zu nehmen. Revierleiter Sebastian Bäumler und Richterobmann Roland Krebs hatten sich zusammen getan, um alles Nötige für die Prüfung zu organisieren. Die nach und nach eintreffenden Teilnehmer stärkten sich erst mal an Kaffee, Kuchen und belegten Semmeln.

Die angemeldeten Hundeführer, Richter und Gäste wurden bei herrlichem Wetter durch eine Abordnung der Bläsergruppe des Jägervereins Pegnitz, unter der Leitung von Ann-Sophie Kraus, begrüßt, um schließlich von Prüfungsleiter Robert Krebs die Einzelheiten für den Tag zu erfahren. Da es in diesem Gebiet Wölfe als Standwild gibt, legte Sebastian Bäumler besonders darauf Wert, die Teilnehmer zu informieren und ihnen zu versichern, dass man nicht in Sorge sein müsse, da das Prüfungsgebiet doch wesentlich außerhalb des eigentlichen Einstandsgebietes der Wölfe liege.

Das Areal bot übersichtliche, große Waldgebiete durchwachsen mit wildreichen Dickungen, hier und da eine Lichtung und somit beste Voraussetzungen, um die Revierführigkeit, Arbeitsfreude und laute Jagd der Hunde unter Beweis zu stellen.

In enger Abstimmung mit Robert Krebs ist es Sebastian Bäumler hervorragend gelungen, die Prüfungscorona samt Gästen in die passenden Prüfungsgebiete zu lotsen, die zudem auch noch von ihm mit prüfungsrelevanten Markierungen sorgfältig versehen waren.

Zunächst wurde an einer wunderbaren Lichtung gehalten, um die Schussfestigkeit zu prüfen. Bis auf einen Kandidaten hielten sich Hund und Hundeführer dieser ersten Sektion tapfer. Das Prüfungsfach „laute Jagd“ wurde, wie bei der Richterbesprechung entschieden, auf den Nachmittag verschoben. So bot es sich an, die Fächer der Revierführigkeit und Arbeitsfreude rund um eine freundlich aussehende Jagdhütte zu erledigen. Die Richtergruppe, bestehend aus Robert Krebs, Clemens Stampfer, Andreas Schmidt, als Gastrichter des Clubs Tiroler Bracken, nebst den Prüflingsgespannen ging dabei äußerst diszipliniert und effektiv vor und konnte so die verbleibenden drei Hunde zügig bis Mittag durchprüfen.

Erfreulicherweise gesellte sich noch der Leiter des gastgebenden Forstbetriebes, Frank Pirner, dazu, der die Prüflinge durch seine freundliche Art sehr ermunterte. Durch seine Anwesenheit bekundete er erneut Interesse an der Arbeit des DBV und stellte generell mit der Feststellung „…gute Hunde sind für die Jagd absolut notwendig“ die Wichtigkeit solider Ausbildung und Prüfung unserer Jagdhunderassen in den Vordergrund.

Nach einer weiteren kleinen Stärkung mit Kaffee und Kuchen ging es an die Laute Jagd.  Die geprüften Hunde konnten auch an diesem Tag weitestgehend  wieder ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Ganz besonders sei in diesem Zusammenhang CALLUNA von der Haidloh mit Ihrer Hundeführerin Jutta Büllthuis erwähnt, die an diesem Tag die maximal erreichbare Wertung von 180 Punkten erlangte konnte. Ein wirklich außerordentliches Ergebnis!

Im nahegelegenen Waldgasthof klang nach Ergebnisbesprechung und Zeugnisübergabe dieser schöne Prüfungstag aus, für deren Organisation und Durführung ich mich –  sicher auch im Sinne der Richter und Prüflinge – bei allen, die dazu beigetragen haben, recht herzlich bedanken möchte.


Mit Brackenheil

Helmar Sagel / DBC




Wieder ruft der Berg - Werdenfelser Schweißprüfung SP 1–FS in Walchensee


Am Sonntag den 07.07.2019 stellte uns das unberechenbare Wetter in den Bergen vor besondere Herausforderungen bei der Werdenfelser Schweißprüfung.
Nachdem das Legen der Fährten am Vortag von großer Hitze geprägt war, begrüßte uns der Morgen des 07. Juli 2019 mit einem starken Berggewitter und heftigem Starkregen. Mit Beginn der Fährtenarbeiten am Vormittag machte der Regen jedoch eine längere Pause, die bis zur Preisverteilung am frühen Nachmittag anhielt.
Die sechs motivierten Brackenführer nutzten die Regenpause, um die Fährten in dem anspruchsvollen Gelände, das den Gespannen  bergauf und bergab wieder einiges abverlangt hat, zu arbeiten.
Vier Gespanne kamen zum Stück, wobei 3 Gespanne sehr gute Leistungen zeigten, die jeweils mit einem ersten Preis zu bewerten waren. Prüfungssieger wurde letztlich Thomas Deißer mit seiner knapp einjährigen Brandlbrackenhündin Bonnie vom Schweinbach.
Unter der umsichtigen Prüfungsleitung von Clemens Stampfer, unserem Richterobmann Süd-Südwest, konnte die von ihm in gewohnter Weise bestens vorbereitete Prüfung in angenehmer Runde ohne Probleme durchgeführt und abgeschlossen werden. Vielen Dank dabei an die Gastrichter Christian Schmidt vom SCL und Ulrich Menhart und unseren Richteranwärter Julian Sauter, die die Runde bereichert haben.
Sehr gefreut hat uns der Besuch von Mischa Harsch, dem Regionalbeauftragten Süd, der uns mit neuesten Informationen aus dem Vorstand und Verpflegung vom Grill und aus der „Kiste“ bestens versorgte. Vielen Dank dafür Mischa.
Wir freuen uns auf die Hauptversammlung am 12. Oktober 2019 in Bayreuth und das Jagdjahr mit unseren Hunden.


Brackenheil

Robert Krebs

Übungstag GP 2019 in Schöngeising


Am 01. Juni 2019 hatte der Deutsche Brackenverein zum Übungstag zur GP nach Schöngeising eingeladen. Bei schönstem Kaiserwetter war um 8.30 Uhr Treffen am Parkplatz Jexhof, wo Robert Krebs und Mischa Harsch alle Teilnehmer mit ihren Vierbeinern begrüßten. Es wurden verschieden Modelle von Fährtenschuhen und das richtige Anlegen einer künstlichen Schweißfährte vorgestellt. Nach einer kurzen Erläuterung des Tagesablaufes wurden kleine Gruppen gebildet, um jedem die Gelegenheit zu bieten, eine 24 Stundenfährte mit dem Hund, die Brandlbracken waren in der Überzahl, zu arbeiten.
Beim Ausarbeiten der Schweißfährte wurde von den Gruppenleitern sehr schön das Verhalten des Hundes erläutert. Die Hunde hatten als erstes die Aufgabe, in einem vorgegebenen Karee den Anschuß zu finden und im Idealfall auch anzuzeigen. Hier konnte man schön sehen wie unterschiedlich die einzelnen Hunde arbeiteten und dem Hundeführer/in den Anschuss anzeigten, wenn es auch nicht jeder gleich erkannt hatte. Den Abgang schnell gefunden, machten frische Verleitfährten und in den Dickungen steckendes Wild die Arbeit schwer. Manches Gespann war so auf den Verleitfährten davon geeilt, aber vom Robert Krebs (in unserer Gruppe) wieder korrigiert und auf das Verhalten des Vierbeiners beim Verlassen der Fährte aufmerksam gemacht worden. Alle Hunde zeigten in Verlauf deutlich die Tropf- und Wundbetten an und kamen alle am Stück an. Mit einem kräftigen Waidmannsheil übergab Robert jedem Gespann einen Bruch für Hund und Führer.
Nach erfolgreicher Schweißarbeit ging es in einen Steinbruch, wo sich alle Teilnehmer stärken konnten oder zu den übrigen Disziplinen einer GP übergehen konnten. Unter reellen Bedingungen konnte der Stand des Hundes kontrolliert werden. Zu aller erst prüfte jeder die Leinenführigkeit in einem dichten Stangenwald, bei dem der Hund mit lockerer Leine seinem Herrchen folgen sollte, gefolgt von allgemeinem Gehorsam, folgen frei bei Fuß und der Schussfestigkeit. Bei dem Fach Ablegen und Standruhe wurde eine Drückjagdszene simuliert und zwei Schüsse aus der Flinte abgegeben. Zum Erstaunen von Robert hatten diese Disziplinen alle Hunde recht gut gemeistert.
Nun kam der gemütliche Teil des Übungstages. Wir, Hund und Führer/in, erfrischten uns bei einem kühlen Getränk und stärkten uns bei lecker gegrilltem. Es wurde viel gefachsimpelt und jeder kam zu dem Entschluss dass man viel an dem Tag gelernt hatte, unter fachkundiger Führung auf Fehler aufmerksam gemacht und so auch das Anzeigen und Verhalten des Hundes einem näher gebracht wurde.
Der eine oder andere Teilnehmer nutzte gleich die Möglichkeit, noch einen Urlaubstag am schönen Ammersee dranzuhängen und die Gegend bei schönstem Wetter zu erkunden.
Ein besonderes Dankeschön gilt Mischa Harsch, Robert Krebs und Bertram Wiedemann, den Gruppenleitern und Organisatoren des Übungstages GP. Vielen, vielen Dank für die vielen Tipps und Tricks!


Mit besten Grüßen und Brackenheil
Jürgen Hecking

Gebrauchsprüfung Auerbach in der Oberpfalz -

ein Höhepunkt im Prüfungsjahr 2018

Schon lange hat es keine Gebrauchsprüfung des DBV mehr im Süden und Südwesten gegeben. Diese sogenannte Meisterprüfung für unsere Bracken soll und wird in Zukunft aber zunehmende Bedeutung erlangen. Den Hintergrund dazu hat der Obmann für das Prüfungswesen im DBV, Andreas Meyer im aktuellen Mitteilungsblatt Nr. 3 dargestellt.
Clemens Stampfer, unser Richterobmann Süd-Südwest, hat sich diesen Herbst zusammen mit Sebastian Bäumler der Sache angenommen und beide haben eine bemerkenswerte Gebrauchsprüfung im Veldensteiner Forst bei Auerbach in der Oberpfalz organisiert, über die nachfolgend berichtet wird.
Hundeführer, Richter und Gäste wurden bei strahlendem Sonnenschein am Morgen des 08. September 2018 am Forsthaus Hufeisen im Veldensteiner Forst in der Oberpfalz stimmungsvoll durch die Bläsergruppe des Jägervereins Pegnitz begrüßt. Zuvor konnten sich die Brackenfreunde mit einem zweiten Frühstück stärken. Beides hat die Lebensgefährtin von Sebastian Bäumler, Frau Ann-Sophie Kraus organisiert, die die Bläsergruppe leitet. Auch während des Prüfungstages gab es an verschiedenen Stationen immer wieder kleine Stärkungen mit hervorragenden Kuchenteilen. Vielen Dank für alles – das hat uns nachhaltig beeindruckt.
Das Prüfungsrevier ist für die Durchführung von Gebrauchsprüfungen hervorragend geeignet. Übersichtliche, großflächige Waldbestände durchsetzt mit wildreichen Dickungen bieten beste Voraussetzungen, um sowohl die Revierführigkeit und Arbeitsfreude der Hunde  als auch die laute Jagd unter jagdnahen Bedingungen zu prüfen. Das geht natürlich nur, wenn ein fachkundiger Revierführer zur Verfügung steht, der weiß, um was es bei einer Gebrauchsprüfung geht.
Sebastian Bäumler hat das ausgezeichnet hinbekommen und uns für die jeweiligen Prüfungsteile in die passenden Revierteile gelotst. Gleichzeitig hat er als Richteranwärter die Prüfung begleitet. Nachdem Sebastian Bäumler auch regionaler Wolfsberater ist, konnte er uns bereits im Vorfeld die Sorgen bezüglich der Prüfung im „Wolfsgebiet“ nehmen. Unser Gastrichter, Andreas Schmidt vom Club Tiroler Bracke hat die Prüfung durch sein Fachwissen und seine angenehme, kollegiale Art bereichert.
Die geprüften Hunde, die alle die Prüfung der Schweißarbeit von vorausgegangenen Prüfungen bereits mitbrachten, zeigten überwiegend beeindruckende Leistungen. 


Besonders herauszuheben ist
•    Erco vom Loigistal mit seinem Führer Julian Sauter, dem nur 4 Punkte zur maximal möglichen Punktzahl von 180 Punkten fehlten und
•    Frick vom Hocheiser mit seiner Führerin Sonja Jensen, der mit 161 Punkten und einer beeindruckenden lauten Jagd die Prüfung meisterte.


Sehr gefreut hat uns der Besuch des Leiters des gastgebenden Forstbetriebs Pegnitz der Bayerischen Staatsforsten, Herr Frank Pirner. Damit bekundete er sein Interesse an unserer Arbeit. Spontan hat er sich auch als Beobachter bei einer Prüfung der lauten Jagd zur Verfügung gestellt. Für die schönen Fotos bedanken wir uns sehr bei Anja Stahl.
Im Biergarten des Landgasthofs Seitz in Bernheck klang die Prüfung angenehm aus.
Wir hoffen natürlich, dass wir auch in den nächsten Jahren die erlebte Gastfreundschaft wieder in Anspruch nehmen können, und weitere Gebrauchsprüfungen im Veldensteiner Forst durchführen können.


Brackenheil    

Robert Krebs



Der Berg ruft - Werdenfelser Schweißprüfung SP 1–FS in Walchensee


Am Sonntag den 08.07.2018 stellten sich sieben motivierte Brackenführer den Herausforderungen der Werdenfelser Schweißprüfung des Deutschen Brackenvereins in Walchensee.
Neben dem anspruchsvollen Gelände, das den Gespannen  bergauf und bergab einiges abverlangt, sind es die Verleitungen durch Rotwild und Auerwild, die die besonderen Schwierigkeiten dieser Prüfung ausmachen.
Nach längeren Regenfällen waren die Bedingungen beim Fährtenlegen am Samstag noch sehr feucht, was insbesondere die Querungen von Gewässern mühsam machte. Am Prüfungstag selber herrschten trockene aber bewölkte Witterungsbedingungen vor; demnach optimale Bedingungen.
Unter der umsichtigen Prüfungsleitung von Clemens Stampfer, unserem Richterobmann Süd-Südwest, konnte die von ihm in gewohnter Weise bestens vorbereitete Prüfung in angenehmer Runde ohne Probleme durchgeführt und abgeschlossen werden. Vielen Dank dabei an den Gastrichter Christian Schmidt vom SCL, der die Runde bereichert hat.
Vier Gespanne kamen zum Stück, wobei einzelne Gespanne sehr gute Leistungen zeigten. Besonders herauszuheben ist der Prüfungssieger Stefan Lehn, der mit seinem knapp zweijährigen Brandlbrackenrüden Brik Janski in schwierigem Gelände auf schwieriger Fährte eine hervorragende Arbeit zeigte.
Sehr gefreut hat uns der Besuch von Frau Dr. Angela Lutterbach auf der „unteren Simetsberghütte“, unserem Suchenstandort. So konnte für mehrere Hunde vor Ort eine Formbewertung durchgeführt werden.
Besonders erwähnen möchten wir an dieser Stelle unseren Richter Paul Reindl aus Walchensee, dessen Name bereits auf der Gründungsurkunde des Deutschen Brackenvereins vor 50 Jahren steht. Er hat schon seinerzeit maßgeblich an der Organisation der Werdenfelser Schweißprüfung mitgewirkt und ist auch heute noch unermüdlich in vorbildlichem Einsatz beim Fährtenlegen und Richten dabei. Das verdient Respekt und Anerkennung.
Wir freuen uns bereits auf die nächste Prüfung am Berg und vor allem auf unsere Hauptversammlung am 13. Oktober 2018 in Krün, bei der wir auch das 50. Jubiläum des Deutschen Brackenvereins feiern wollen.


Brackenheil

Robert Krebs

GP-Übungstag 2018 am schönen Walchsee


Am 10. Juni lud der Deutsche Brackenverein zum alljährlichen GP-Übungstag an den Walchensee ein.
Bei strahlendem Sonnenschein aber dennoch angenehmen Temperaturen kamen Bracken-Führer/innen aus ganz Bayern, um mit Ihren Hunden die Prüfungsfächer der GP-Prüfung noch einmal unter realen Bedingungen zu üben. Einige Teilnehmer nutzten den Anlass, um bereits tags zuvor das schöne Wetter und das kühle Wasser des Walchensees zu genießen.
Das Gro der Hunde stellten die Brandl-Bracken aber auch einige Steirische Bracken waren mit von der Partie.
Zu Beginn wurden wir von Robert Krebs und Mischa Harsch herzlich Begrüßt und über den Ablauf der Veranstaltung informiert. Anschließend erfolgte die Bildung kleiner Übungs-Gruppen für die folgenden Übungen. Zusätzlich konnten in „Anfänger-Gruppen“ auch junge Hunde ohne Prüfungen und ihre Führer erste Einblicke in das Prüfungswesen gewinnen.
Ein wichtiges Thema des Übungstags war die geänderte Prüfungsordnung und die Einführung des Such-Karees als „Anschuss“ bei der Schweißprüfung. Mischa erklärte den Teilnehmern dazu den Ablauf der Prüfung und die entscheidenden Faktoren für das Gelingen der Prüfung.
Zuletzt wurde den Teilnehmern von Herrn Misch Harsch das korrekte anlegen von Schweißfährten mit dem Fährtenschuh erklärt. Dazu wurden verschiedene Modelle des Fährtenschuhs vorgestellt und deren Handhabung demonstriert.
Neben dem Üben zuvor getretener Schweißfährten, wurden die vierbeinigen Prüflinge auch in anderen GP-Prüfungsfächern, wie Schussfestigkeit, Revierführigkeit und Arbeitsfreude geprüft.
Teil einer jeden Übung war eine detaillierte Manöver-Kritik, bei der die Gruppenleiter Tipps und Tricks an die Prüflinge weitergaben.
Den Abschluss des durchwegs sehr gut vorbereiteten Übungstags bildete das gemeinsame Grillen an der Altlachhütte.
Bei gutem Essen und kühlen Getränken wurde bei heiterer Stimmung über Hundeausbildung gefachsimpelt und viele Jagdgeschichten untereinander ausgetauscht.
Unser aller Dank gilt den beiden Organisatoren des Übungstags Robert Krebs und Mischa Harsch sowie den zahlreichen Helfern, die durch das Vorbereiten der Schleppen oder als Kleingruppenleiter zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben!
Wir freuen uns auf weitere, derartige Übungstage und wünschen allen Beteiligten ein kräftiges Brackenheil für die weitere Ausbildung und die folgenden Prüfungen!



Messe "Jagen und Fischen" 2018 in Augsburg


Auch im Jahr 2018 wurde die Messe "Jagen und Fischen“ durch den JGV Augsburg organisiert. Wie auch schon in den vorherigen Jahren war wieder alles top organisiert und so konnte der DBV wieder zahlreichen Interessierten die beiden Rassen vorstellen.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei allen Beteiligten bedanken, die sich wieder Zeit genommen haben, um ihre Hunden im Rahmen der Messe vorzustellen.


Wieder einmal eine gelungene Messe in Augsburg für unsere beiden Rassen.


Brackenheil

Mischa Harsch

Gastrichtereinsatz bei Anlagenprüfung des DBV in Großmehring am 16. September

Auf Einladung von Clemens Stampfer durfte ich als Richterin beim Deutschen Brackenclub e.V. das Richterteam des Deutschen Brackenvereins neben Richterobmann Robert Krebs und Mitrichter Rainer Braun bei der Anlagenprüfung am 16. September in Großmehring als Gastrichterin unterstützen.

Bereits die Wettervorhersage am Vortag ließ Schlimmstes befürchten. Kurz nach 05.30h Abfahrt nach Großmehring bei starken Regenfällen, es war nicht anders zu erwarten – regendichte Kleidung war ja im Gepäck.

Treffpunkt 8 Uhr im Suchenlokal Schützenheim Adlerhorst mit Richtern, Revierführer Franz Schneider sowie den Prüflingen. Gemeldet und anwesend 4 Hundeführer mit ihren Brandlbracken, durchwegs Hündinnen. Die Nachfrage nach der Läufigkeit einer Hündin erübrigte sich hier, da bei nicht anwesenden Rüden, keine größeren Komplikationen zu erwarten waren. Nach Überprüfung der Ahnentafeln, den Impfausweisen, der Jagdscheine sowie der Chipnummern der Hunde, hieß es dann keine Zeit verlieren und ab ins Revier, bevor sich die Hasen verdrücken.


Das erste Prüfungsfach "Art der Suche“ wurde noch bei leichtem Regen absolviert. Die Temperaturen von 9 bis 11 Grad für Mitte September nicht gerade üppig. Bereits bei der Prüfung der Schussfestigkeit ließ der Regen nach und es konnte zügig im Programm fortgefahren werden.

Nach Abschluss derselben erfolgte eine routinemäßige "Vorläufige Erfassung der körperlichen Merkmale“. Eine Hündin (20 Monate) hatte sich bereits einer Formbewertung unterzogen, sodass wir diese zügig mit den drei anderen Hündinnen durchführen konnten. Zwei Hündinnen vom leichten, eine Hündin vom mittleren Typ – ohne Auffälligkeiten.

Weiter ging es mit der "Streife“ über die Felder, teils Zuckerrüben, teils Stoppelfelder gesäumt von Maisschlägen.

Der erste Hase ließ nicht lange auf sich warten, in den Zuckerrüben hatten sie gute Deckung und wir waren allesamt heilfroh, dass wir nach und nach zügig weitere Hasen für die Hunde aufmachen konnten, sodass jeder Hund zwei bis drei Hasen arbeiten konnte.


Punkt 12 Uhr - Ende der Prüfung mit Bekanntgabe der Einspruchsfrist an die Führer. Rückfahrt ins Suchenlokal – Foto schießen – Getränke und Essen bestellen. Zwischenzeitlich Erledigung der Formalitäten durch die Richter – Ausfüllen der Prüfungszeugnisse, Übergabe derselben mit den Ahnentafeln an die Führer.

Zum Traumergebnis 4-4-4-4-4 konnten wir Thomas Altvater mit seiner 19 Monate alten Hündin Cira vom Sauerländerhof beglückwünschen. Der Dank von RO Robert Krebs ging sowohl an den Revierführer, wie auch an die Hundeführer für ihr diszipliniertes und vorbildliches Verhalten während des gesamten Prüfungsablaufs.


Fazit:

Eine gezielte Prüfungsvorbereitung lohnt immer.

Reichlicher Hasenbesatz im Revier von Franz Schneider.

Ein Richteraustausch unter den (Bracken-)Vereinen immer interessant.


Für die freundliche Aufnahme als Gastrichterin geht mein Dank an PL u. RO Robert Krebs, Mitrichter Rainer Braun, den Revierführer Franz Schneider und nicht zuletzt an Clemens Stampfer.


Brackenheil

Marlene Jakob


grossmehring


Werdenfelser Schweißprüfung 02.07.2017


Nach tropischen Temperaturen im Juni trafen sich vier Gespanne bei nun angenehmen Temperaturen, jedoch anhaltendem Dauerregen, am 02.07.17 am Walchensee zur Schweißprüfung. Trotz der widrigen Bedingungen begannen wir zügig mit der Einweisung und der Auslosung der Fährten, um sodann zu einer Hütte umzusetzen die uns als Treffpunkt diente. Dort wurden noch die Impfpässe, Chipnummern und Jagdscheine kontrolliert bevor das erste Gespann starten durfte. 


Von den vier Prüflingen waren je zwei Brandlbracken und zwei Steirische Rauhaarbracken angetreten. Die Wartezeit zwischen den Fährten wurde für die übrigen Hundeführer durch die angebotene Formbewertung durch Frau Dr. Lutterbach verkürzt. Ein herzliches Dankeschön dafür. Am Ende des Tages konnten die Richter Robert Krebs, Karlheinz Wohlmann, Pauli Reindl und Clemens Stampfer drei Gespannen zur bestandenen Prüfung gratulieren und die Zeugnisse überreichen. Dabei wurde je ein I., ein II. und ein III. Preis verliehen. 

Somit endete der "nasse“ Tag für fast alle erfolgreich und zufrieden. Ein herzliches Dankeschön gilt den Richtern, sowie Mischa Harsch für die Betreuung und Verpflegung. Den angetretenen Brackenführern wünsche ich weiterhin viel Freude und Erfolg mit Ihren Hunden. 


Brackenheil

Sonja Jensen



Übungstag "Schweissarbeit" in Schöngeising 

Am Samstag den 27.05.2017 veranstaltete die Regionalgruppe Süd einen Übungstag zum Thema Gebrauchsprüfung, schwerpunktmäßig zum Fach Schweissarbeit.

Treffpunkt war um 8.30 Uhr am Waldparkplatz nahe dem Bauernhausmuseum Jexhof in der Nähe von Fürstenfeldbruck. Von dort ging es wegen der schon morgens stetig steigenden Temperaturen zügig ins umliegende Revier um umgehend mit den ersten Fährten zu starten.

Wir teilten uns in 2 Gruppen, mit je 4-5 Hunden auf. Unsere Gruppe bestand aus 3 Brandelbracken und einer Steirischen Rauhaarbracke. Ich nahm mit meinem fast 16 Monate alten Brandlbrackenrüden “Erco “ teil. Er hatte im April erfolgreich die Anlagenprüfung abgelegt und soll nun im Herbst die SP1-FS bestehen.

Nach kurzer Einweisung ging es direkt los. Die Fährten wurden am Vortag mit Rotwildschalen getreten und enthielten in der Regel 2 Haken und ein Wund-/Tropfbett. Die Gesamtlänge betrug ca. 200 bis 400 Meter.



Für viele neu war die Suche des Anschusses in einem Karree von ca. 30 mal 30 Metern. Darin musste der Hund den Anschuss selbstständig durch Vorsuche finden. Lediglich die Fluchtrichtung wurde angegeben. Keiner der Hunde in unserer Gruppe hatte Schwierigkeiten diesen zügig zu finden und seinem Führer zu zeigen. Dennoch war die Situation neu, da man beim Üben zumeist den Hund direkt am Anschuss ansetzt.

Hatte der Hund den Anschuss gefunden, ging es los. Die Fluchtrichtung war bekannt. Jedoch ließ sich “Erco“ nur allzu gern verleiten. Der naturverjüngungsreiche Bestand und die Schwarzwildwitterung, die auch wir deutlich wahrnehmen konnten, boten auch genug Möglichkeiten zur Ablenkung. Deswegen musste man meinen Hund immer wieder abrufen und korrigieren. Trotzdem kamen er und alle Hunde unserer Gruppe am ausgelegten Rotwildhaupt an. Ebenso verwiesen alle Hunde zuverlässig, wenn auch vom Führer manchmal unbemerkt 😊, den Anschuss und das Wundbett.


Überaus lehrreich für mich war das Beobachten der anderen Hunde auf der Fährte. Wir hatten die Möglichkeit den Hunden samt ihren Führern bei der Arbeit zuzusehen. Ähnlich einer Richtergruppe folgten wir mit etwas Abstand den Gespannen. Dabei wird die unterschiedliche Wahrnehmung, als Führer oder als Beobachter, sehr deutlich. Bemerkt man als Beobachter wie der Hund seinem Führer eindeutig das Wundbett zeigen will, fällt einem das als junger Hundeführer selbst teils gar nicht auf.

Für mich und meinen Hund “Erco“ war es jedenfalls ein lehrreicher Tag. Die vielen Leute, die anderen Hunde und die neue Situation spiegeln vermutlich sehr realistisch das Geschehen eines Prüfungstages wieder.

Ausgeklungen ist der Übungstag mit einem gemütlichen Beisammensein bei Steak, Wurst und erfrischenden Getränken an der nahegelegenen Jagdhütte.

Im Namen aller Teilnehmer bedanke ich mich bei der Familie Harsch, Robert Krebs und Rainer Braun für die Organisation und Betreuung während des Übungstages.


Brackenheil

Julian Sauter



Übungstag der Regionalgruppe Süd in Cadolzburg

Am 25. März durfte ich mit meinem Jungrüden Frick und weiteren 9 Hundeführern, darunter drei Steirische und sieben Brandlbracken bei schönsten Frühlingswetter der Einladung von Mischa Harsch zum AP Übungstag nach Rütteldorf nahe Cadolzburg folgen.

Nach kurzer Einweisung begannen wir zügig mit dem praktischen Teil und zogen in einer langen Kette über die Felder und Wiesen um Hasen hoch zu machen. Leider waren diese nicht so üppig vertreten wie die Jahre zuvor, dennoch konnten fast alle Hunde an einem Hasen arbeiten und bekamen so die Möglichkeit zu üben.

Anschließend überprüften wir bei allen Hunden die Schussfestigkeit. Bei der Anlagenprüfung sollen sich die Hunde vom Führer lösen und selbstständig suchen, während dessen werden dann zwei Schüsse vom Hundeführer abgegeben. Am Übungstag bewiesen alle Hunde eine gute Schussfestigkeit.

Nach weiteren zahlreichen Tipps rund um Hundeführung und -ausbildung simulierten wir noch die Formbewertung mit der Kontrolle des Gebisses und der Messung des Stockmaßes. Die Zahnkontrolle und das Gewöhnen an den Meterstab sollte immer wieder geübt werden damit die Formbewertung reibungslos ablaufen kann.

Den Tag beschlossen wir mit einem gemeinsamen Mittagessen in einer nahe gelegenen fränkischen Wirtschaft, wobei noch weitere Fragen beantwortet und Tipps ausgetauscht wurden.  


Ein herzliches Dankeschön gilt dem Revierinhaber Erich Reichert für die Bereitstellung des Reviers und der Begleitung. 


Ebenso ein herzliches Dankeschön an Mischa Harsch für die Organisation und Durchführung, sowie Robert Krebs für die Betreuung während des Übungstags.


Den drei gemeldeten Gespannen wünschen wir viel Erfolg für die anstehende Anlagenprüfung.


Brackenheil

Sonja Jensen



Augsburger Messe  Jagen und Fischen 2017


Auch im diesem Jahr veranstaltete der JGV Augsburg wieder die Messe in Augsburg. Es war auch diesesmal alles top Organisiert und wir konnten unsere beiden Rassen wieder zahlreichen Interessierten vorstellen. Ich möchte mich bei allen recht herzlich bedanken, die wieder Zeit mit ihren Hunden auf dem Stand verbracht haben. 


Wieder eine gelungene Messe in Augsburg für unsere beiden Rassen. 


Brackenheil

Mischa Harsch



Übungstag der Regionalgruppe Süd

Am 11. Juni durfte ich der Einladung von Robert Krebs nachkommen und mit zwei Junghunden aus unserem A-Wurf "vom Thialblick“ am Übungstag in der Nähe des Walchensee teilnehmen.  Wir trafen uns um 08:30 Uhr an der Altlachhütte. Nach der Begrüßung durch Mischa Harsch  und Robert Krebs folgte eine Einweisung darüber, wie man Junghunde an die Schweißarbeit heranführt sowie praktische Anregungen für das Legen einer künstlichen Fährte  (Hilfsmittel, Länge der Fährte, Standzeit, etc.). 


Ein besonderes Grüß Gott ging an den anwesenden Ehrenvorsitzenden des Deutschen Brackenvereins, Herr Hermann Hannawitsch und an seine Frau!  Anschließend wurden die 14 Hundegespanne in Gruppen eingeteilt und ab ging es mit den Hunden - bei mittlerweile  strömenden Regen - ins Revier, um die am Vortag getretenen 14 Fährten in Angriff zu nehmen und den Hunden und  Führern somit die Möglichkeit zu geben, eine Prüfungssituation im Kleinen zu simulieren.  In der Zwischenzeit durfte ich mit den anwesenden Welpen bzw. Junghunden einige Hasenschleppen arbeiten und mit ihnen auch das Verweisen üben – vielen Dank für die Gelegenheit dazu, es bereitet mir immer wieder viel Freude,  mit jungen Hunden zu arbeiten! Im Anschluss daran konnte ich auch bei der Fährtenarbeit von "meinen“ Junghunden dabei sein – eine tolle Erfahrung, wenn man als Züchter sehen kann, wie gut die Hunde von Ihren Besitzern eingearbeitet worden sind und diese Herausforderung mit links bewältigen konnten! 

Nach erfolgreicher "Nachsuche“ aller Hundegespanne fanden sich alle wieder bei der Hütte ein. Mischa Harsch erklärte die Änderungen in der Prüfungsordnung hinsichtlich dem selbständigen Finden des Anschusses in einem Anschuss Karree, als auch  die Schrittweise Heranführung und Einarbeitung des Hundes auf Verweiser mit den jeweiligen, unterschiedlichen Kommandos für den Hund und beantwortete natürlich daraus entstehende Fragen der Anwesenden gerne! 

Herzlichen Dank an Mischa Harsch und Robert Krebs für die Einladung und für die Organisation dieses tollen Übungstages.


Brackenheil!

Christine Kruckenhauser 



Übungstag der Regionalgruppe Süd in Cadolzburg

Am 20. März trafen sich unter der Leitung von Mischa Harsch einige engagierte Brackenführerinnen und Brackenführer zu dem diesjährigen Übungstag für die anstehenden Anlageprüfungen im Raum Cadolzburg in Mittelfranken. Mischa Harsch hatte für uns die Möglichkeit organisiert, in einem Revier mit einem guten Hasenbesatz zu üben. Dafür vielen Dank auch an die freundlichen Revierinhaber, die uns an diesem Tag begleitet haben.


Ohne lange Einweisungen begannen wir zügig mit den praktischen Übungen. Jeder Hund konnte an zwei Hasen arbeiten. Obwohl die Böden schon relativ trocken waren, zeigten die Junghunde durchwegs ansprechende Leistungen. Neben der Brackade wurden auch die Schussfestigkeit und das Verhalten während der Gebisskontrolle geübt. Darüber hinaus gab es noch verschiedene Hinweise für die Ausbildung und Führung der Bracken. An die Führer & Führerinnen wurde v.a. die Bitte herangetragen, nur vorbereitete Hunde auf den Prüfungen vorzustellen. Für die AP bedeutet das, dass die Hunde zumindest den Hasen als Beutetier kennen sollten und bereits an Hasen gearbeitet haben sollten. 


Nach der Arbeit folgte das Vergnügen in Form eines ordentlichen Mittagessens in einer fränkischen Gastwirtschaft.

Zum guten Schluss wurden wir noch von einer Teilnehmerin mit wohlschmeckendem Kuchen verwöhnt, der uns die lange Heimfahrt erleichtert hat.


Den Hundeführern & -führerinnen wünschen wir für die anstehenden Anlageprüfungen viel Brackenheil.


Robert Krebs